Wissen schafft Heilung

 

    Klinik und Poliklinik für
    Hals-, Nasen- und Ohren-
    heilkunde des
    Klinikums rechts der Isar
    der TU München

 

Prof. Dr. med. B. Wollenberg

Ismaninger Str. 22

81675 München

+49 (0)89 4140-2390

Schlafhygiene

Schlafhgiene kann für gewisse Patienten bei unterschiedlichen Schlaferkrankungen sehr hilfreich sein. Hierunter fasst man die Nutzung bestimmter Lebensgewohnheiten und Verhaltensweisen, um einen gesunden Schlaf zu ermöglichen oder zu fördern, zusammen. Oftmals ist Schlafhygiene ein Bestandteil in der Therapie bestimmter Schlafstörungen (z.B. Insomnie). Für die Behandlung bzw. Durchführung einer optimalen Schlafhygiene ist häufig vorher das Führen eines Schlaftagebuches über 4 Wochen notwendig, sodass Ihr behandelnder Schlafmediziner optimale Hygieneregeln für Sie erstellen kann.

Folgende Regeln sind Beispiele aus der Schlafhygiene:

  • Alkoholverzicht: Vor dem zu Bett gehen sollte kein Alkohol mehr zu sich genommen werden. In der Regel sollte mindestens 3 Stunden vor dem geplanten Schlafengehen kein Alkoholkonsum mehr erfolgen. Zwar haben viele Menschen das Gefühl mit Alkohol leichter einzuschlafen, aber die Qualität des Schlafes wird massiv beeinträchtigt und kann zu Durchschlafstörungen führen. Wenn Sie unter eine Schlafstörung leiden, dann sollten Sie nicht häufiger als 1-2 mal pro Woche abends Alkohol trinken.
  • Koffeinverzicht: Die schlafstörende Wirkung von Koffein (speziell von Kaffee) kann bis zu 8-14 Stunden anhalten. Aufgrund dessen sollten Sie 6 bis 8 Stunden vor dem Schlafengehen kein Koffein mehr zu sich nehmen.
  • Nikotinverzicht: Je nachdem wann Sie ins Bett gehen, sollten Sie abends auf das Rauchen verzichten bzw. am Besten ganz aufgeben. Nikotin hat auf den Schlaf eine ähnliche Wirkung wie Koffein.
  • Schwere Mahlzeiten: Größere Mengen an Essen sollten ca. 3 Stunden vor dem Schlafengehen nicht mehr zu sich genommen werden.