Hörzentrum München

 

      Prof. Dr. med. H. P.

      Niedermeyer

      Ismaninger Str. 33

      81675 München

      Tel: +49 (0)89 4140-9090

      Fax: +49 (0)89 4140-9091

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CI-Anpassung

Zwischen der OP und der Erstanpassung des Sprachprozessors müssen etwa vier bis fünf Wochen Heilphase liegen, damit die Haut über dem Implantat nicht mehr geschwollen oder druckempfindlich ist. Anschließend kann der äußere Teils des CIs, der Sprachprozessor mit der Sendespule, erstmalig angebracht und in der Erstanpassung eingestellt werden. Diese Erstanpassung führen wir in der Regel während eines einwöchigen Aufenthaltes in unserer Klinik durch.

Für jeden Patienten erarbeiten unsere Ingenieure die beste individuelle Einstellung des Sprachprozessors, um ein optimales Sprachverstehen zu ermöglichen.

Es müssen unter anderem folgende Einstellungsgrößen für jeden Frequenzabschnitt der einzelnen Elektrodenkontakte des Sprachprozessors angepasst werden: die minimale Stromstärke, die benötigt wird, um überhaupt eine Hörwahrnehmung auszulösen und die maximal mögliche Stromstärke, die noch nicht als zu laut empfunden wird.

Da sich die Hörwahrnehmung während der ersten Tage oder Wochen nach der Erstanpassung verändert, ist darüber hinaus eine ambulante Nachbetreuung unerlässlich.

Bei Säuglingen und Kleinstkindern ist die Anpassung nur über Verhaltensbeobachtung möglich, d.h. man hält nach kleinsten Verhaltensänderungen als Reaktion auf den elektrischen Reiz Ausschau. Dieses können ein Innehalten in der momentanen Beschäftigung oder suchende Augenbewegungen sein.

Nachdem eine optimale Einstellung erreicht ist, sind in der Regel halbjährliche Kontrolltermine ausreichend. Die medizinische und technische Betreuung erfolgt dann weiterhin ambulant in unserer Klinik.