Hörzentrum München

 

      Prof. Dr. med. H. P.

      Niedermeyer

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Wie funktioniert ein CI?

Ein Cochlea-Implantat ist keine Hörhilfe, sondern eine Hörprothese. Anders als ein Hörgerät, arbeitet es nicht als Schallverstärker zur Unterstützung eines geschädigten Ohres. Vielmehr ersetzt es die Funktion des Innenohres, indem es den Hörnerv direkt elektrisch stimuliert.

Hierzu wird eine Reizelektrode möglichst nahe an die Hörnervenfasern herangebracht. Sie wird in der CI-Implantation in die flüssigkeitsgefüllten Hohlräume der Hör­schnecke eingeführt.

Das CI-System besteht aus internen und externen Komponenten:

 

Über ein Mikrofon am Sprachprozessor (1) werden die Schallschwingungen aufgenommen. Der Sprachprozessor verarbeitet das akustische Signal, indem er eine Frequenz- und Lautstärkecodierung vornimmt (welche sonst im Innenohr stattfindet) berechnet ein elektrisches Impulsmuster. Diese Information wird von der durch einen Magneten gehaltenen Sendespule (2) durch die Haut zum Implantat (3) übertragen. Das Implantat prüft die empfangene Information und reizt über die Elektrode (4) den Hörnerv (5).

(Abbildung: mit freundlicher Genehmigung der Firma MED-EL, Innsbruck)