Hörzentrum München

 

      Prof. Dr. med. H. P.

      Niedermeyer

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Für wen ist ein CI geeignet?

Ein CI ist eine Möglichkeit zur Versorgung bei einer Ertaubung des Innenohres bzw. der an Taubheit grenzenden Schwerhörigkeit.

Das CI ist keine Alternative zum Hörgerät: Ein CI kommt grundsätzlich nur für Patienten in Frage, deren Hörvermögen trotz Versorgung mit leistungsstarken konventionellen Hörgeräten auf dem betroffenen Ohr für die freie lautsprachliche Kommunikation nicht mehr ausreicht.

Cochlea-Implantationen werden sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen durchgeführt. Die Altersspanne der bisher am Klinikum rechts der Isar mit einem CI versorgten Patienten liegt zwischen neun Monaten und 93 Jahren. Wenn taub geborene Säuglinge zeitnah mit einem CI versorgt werden, ist in der Regel eine nahezu normale Sprachentwicklung gewährleistet.

Sowohl die beidseitige Versorgung mit einem CI ist seit Jahren etabliert, als auch die CI-Versorgung von Patienten mit einseitiger Taubheit (und kaum eingeschränktem Gegenohr). Nur das Hören mit beiden Ohren ermöglicht erst das Richtungshören. Ein beidseitiges Hören verbessert das Sprachverständnis in geräuscherfüllter Umgebung und ist weniger anstrengend.

Gerade für Kinder und deren Eltern ist die Hör-/Sprachentwicklung mit dem CI mit einem intensiven Arbeits- und Lernprozess verbunden. Um eine realistische Einschätzung der individuellen Voraussetzung zu bekommen, sind einige Punkte bei Säuglingen und Kindern besonders zu beachten und im Vorfeld abzuklären. Dazu gehören unter anderem die genaue Diagnostik möglicher Entwicklungsstörungen und chronischer Erkrankungen, sowie die Sicherstellung, dass da Umfeld des Kindes eine kontinuierliche technische Betreuung und Hör-Spracherziehung ermöglicht.