Hörzentrum München

 

      Prof. Dr. med. H. P.

      Niedermeyer

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Die CI-Operation

Das Implantat wird in einer ein- bis zweistündigen Operation unter Vollnarkose eingesetzt.

Zuerst wird die Haut direkt hinter der Ohrmuschel eröffnet (die Narbe ist unter den Haaren später nicht mehr sichtbar). Im Knochen hinter dem Ohr wird eine Mulde für das Implantatgehäuse geschaffen, so dass es später nicht verrutschen kann und sich nicht als Beule unter der Kopfhaut abzeichnet. Nun wird millimeterweise unter dem Operationsmikroskop der Knochenfortsatz hinter der Ohrmuschel (der sogenannte Warzenfortsatz) aufgebohrt - dies geschieht mit Spezialbohrern mit kugeligen Bohraufsätzen.

Auf diese Weise gelangt der Chirurg zum Mittelohr. Auf dem Weg dorthin identifiziert der Chirurg das Gleichgewichtsorgan, den Gesichtsnerv und den Geschmacksnerv.

Im Mittelohr, dem ca. 1 cm3 großen luftgefüllten Raum hinter dem Trommelfell, befindet sich (neben den Gehörknöchelchen) auch der Eingang zum Innenohr, zur Hörschnecke. Die Hörschnecke wird mit einem ungefähr einen Millimeter großen Loch eröffnet, durch das die Stimulationselektrode etwa 30 Millimeter tief in die zweieinhalb Spiralwindungen der Hörschnecke eingeführt wird. Diese Stelle wird sogleich wieder abgedichtet, anschließend das Elektrodenkabel und die Implantathülle fixiert, die Bohrhöhle mit etwas Knochenmehl aufgefüllt und die Haut mit Nähten verschlossen.

Direkt nach der Operation kann es gelegentlich zu Schwindel kommen, ansonsten ist der Eingriff verhältnismäßig wenig belastend und auch wenig schmerzhaft. Unsere Patienten können in der Regel innerhalb einer Woche wieder entlassen werden.