Hörzentrum München

 

      Prof. Dr. med. H. P.

      Niedermeyer

      Ismaninger Str. 33

      81675 München

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Hören mit einem CI

Das Verstehen mit einem CI muss erst geübt werden: Die CI-Elektrode erzeugt nämlich ein Impulsmuster am Hörnerv, welches nicht identisch ist zur Reizmuster, das ein gesundes Innenohr erzeugt.

Wenn das CI zum ersten Mal eingeschaltet wird (was ca. 4-6 Wochen nach der Operation geschieht, wenn alle Wunden entsprechend abgeheilt sind), nehmen die Patienten zwar sogleich über einen weiten Frequenzbereich Töne oder Geräusche wahr, können diese häufig aber noch nicht richtig deuten und deshalb auch Sprache nicht sofort verstehen.

Für die Erstanpassung nehmen wir unsere erwachsenen CI-Patienten nochmals für eine Woche bei uns auf. Für die meisten ist der neue Klang sehr ungewohnt. Zusammen mit unseren Logopäden üben die Patienten, in dem neuartigen Klangerlebnis Schritt für Schritt die Sprache wieder zu erkennen. Im Allgemeinen schafft es ein großer Teil der Patienten, nach der ersten Woche bereits, einem Gespräch in ruhiger Umgebung zu folgen. Dennoch erreicht man mit dem CI nur in wenigen Ausnahmen eine Hörleistung, die mit der eines Normalhörenden vergleichbar ist. Generell erfordert das Hören mit dem CI eine deutlich erhöhte Konzentration und sobald lautere Umgebungsgeräusche hinzukommen, bekommt auch ein sehr guter CI-Patient Schwierigkeiten mit dem Sprachverständnis, vor allem, bei nur einseitiger Versorgung.