Hörzentrum München

 

      Prof. Dr. med. H. P.

      Niedermeyer

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Wie unser Gehör funktioniert

Unser Gehör ist ein komplexes System.

Über die Ohrmuschel werden Schallwellen (d.h. Luftschwingungen) in den äußeren Gehörgang und von dort weiter zum Trommelfell geleitet.

Hinter dem Trommelfell und daran angeheftet befindet sich die Gehörknöchelchenkette. Die Schwingung des Trommelfells wird auf Hammer, Amboss und Steigbügel übertragen und durch die Bewegungen der Knöchelchen verstärkt. Der Steigbügel steht über ein Membranfenster in Kontakt mit der Hörschnecke (Cochlea).

Durch die Schwingung des Steigbügels wird Flüssigkeit in der Cochlea in Bewegung versetzt. In der Cochlea befinden sich mehrere Tausend Haarzellen mit feinen Sinneshärchen aufgereiht. Durch die Bewegung der Flüssigkeit in der Cochlea werden die Sinneshärchen ausgelenkt, was in der Haarzelle einen elektrischen Impuls auslöst, welcher zum Hörnerv weitergeleitet wird. Der Hörnerv führt über den inneren Gehörgang zum Gehirn, wo in schließlich in der Hörrinde alle akustische Information verarbeitet wird.

Einige Zahlen verdeutlichen Ihnen die Abmessungen diverser Ohrstrukturen:

  • äußerer Gehörgang: Länge ca. 2,5 cm
  • Trommelfell: Durchmesser ca. 1 cm,
  • das Mittelohr (Paukenhöhle): Volumen ca. 1 cm3
  • Steigbügel (Stapes): Länge ca. 3,3 mm, Gewicht ca. 2,5 mg
  • Hörschnecke (Cochlea): Durchmesser ca. 8 mm