Chirurgie der Nasennebenhöhlen

Chronische Rhinosinusitis mit und ohne Polypenbildung


Eine chronische Rhinosinusitis geht mit behinderter Nasenatmung, posteriorer und anteriorer Rhinorrhoe (Ausfluss der Nase) und z.T. mit Geruchsminderung für mehr als 12 Wochen einher. Vor dem medikamentösen Behandlungsbeginn raten wir zunächst zur Abklärung von Allergien und einer Intoleranz gegenüber NSAR oder Acetylsalicylsäure. Bei Beschwerdepersistenz nach Allergenkarenz und einer intensiven medikamentösen Therapie mit topischen Steroiden, Nasenspülungen und gegebenenfalls einer systemischen Kortikoid-Stoßtherapie, ist ein operatives Vorgehen indiziert.

Für jedes operative Vorgehen benötigen wir eine qualitativ hochwertige Computertomographie in drei Ebenen.

Leistungsspektrum


Unser operatives Angebot umfasst die chirurgische Intervention bei chronischer Rhinosinusitis (mit und ohne Polypenbildung), Mukozelen, Mykosen, invertierten Papillomen, Naserachenfibromen, malignen Tumoren, Liquorfisteln, Hirnabszessen, Meningoencephalozelen, Komplikationen akuter Sinusitiden, unstillbarem Nasenbluten, Frakturen der Stirnhöhle, Raumfordernden Prozessen der Orbita und des Orbitatrichters, Stenoseirung der Choanen und Choanalatresien. Dekompression der orbita und des Nervus opticus, sowie Dakryozystorhinostomien.

FESS (functional endoscopic sinus surgery)


In Abhängigkeit von der zu behandelnden Erkrankung bevorzugen wir den funktionell endoskopischen Zugang (functional endoscopic sinus surgery, FESS). Für Revisionsoperationen und spezielle Situationen steht ein Navigationssystem zur Verfügung, so dass auch bei schwierigen anatomischen Verhältnissen, und bei Voroperationen entfernte chirurgische Landmarken, ein sicheres Operieren möglich wird. Zur Navigation können nicht nur hausinterne Computertomographie (CT)-Datensätze verwendet werden, sondern auch extern generierte coronare und axiale CTs.

Insbesondere bei malignen (bösartigen) Erkankungen oder organüberschreitenden Befunden beschreiten wir wenn nötig auch transorale oder transfaciale Zugänge (z.B. laterale Rhinotomie, Midfacial Degloving) und operieren gemeinsam mit den Kollegen der Kliniken für Neurochirurgie, Kieferchirurgie und Augenheilkunde. Bei malignen Erkrankungen können wir in Zusammenarbeit mit der Klinik für Strahlentherapie am Klinikum rechts der Isar zusätzlich zur konventionellen Strahlentherapie die gezielte Nachbehandlung mittels lokal applizierter Strahlentherapie (Brachytherapie) anbieten.

Zuständige Sektionsleiter

Univ.-Prof. Dr. med. Barbara Wollenberg

Direktorin

PD Dr. med.
Adam Chaker