Schluckstörungen (Dysphagie)

Krankheitsbilder

  • Schluckprobleme nach Operationen
  • bei Kopf-Hals-Tumoren: z.B. Zunge, Kehlkopf, Schlund, Lymphknotenentfernungen am Hals, Rekonstruktionen mit Lappentransplantaten
  • der Halswirbelsäule
  • Schluckstörungen nach Strahlentherapie im Kopf-Hals Bereich
  • Schluckstörungen bei neurologischen Erkrankungen, z.B. infolge eines Schlaganfalles, nach Schädel-Hirn-Trauma, bei Parkinson-Erkrankungen, Muskeldystrophie, Myasthenia Gravis, Multiple Sklerose (MS), Amyotrophe Lateralsklerose (ALS)
  • Betreuung von Patienten mit Trachealkanülen
  • Abklärung von Schluck- und Fütterstörungen bei Kindern


Diagnostik / Funktionsprüfung


Wir führen in der Phoniatrie nach ausführlicher Anamnese i.d.R. zunächst eine klinische Schluckuntersuchung durch. Es folgt die videoendoskopische Beurteilung des Schluckaktes („FEES“). Falls notwendig, kann in der Klinik für Radiologie im Hause mit modernster apparativer Ausstattung eine digitale dynamische Pharyngo-Ösophagoskopie ("Videofluoroskopie") des Schluckaktes veranlasst werden. Eine weiterführende gastroenterologische Abklärung (u.a. Hochfrequenzmanometrie, 24h pH-Metrie) kann bei speziellen Fragestellungen hinzugezogen werden.

Behandlungsmethoden

  • Funktionelle Schlucktherapie (basierend auf den Prinzipien: Restitution, Adaption, Kompensation) ambulant und / oder stationär
  • Manuelle Schlucktherapie
  • Schluckverbessernde Eingriffe in lokaler Anästhesie, z.B. Stimmlippenunterfütterungen
  • Speichelmanagement: medikamentös oder durch Botulinum-Toxin-Injektion („Botox“) der Speicheldrüsen
  • Trachealkanülenmanagement

Spezielle Fragestellungen werden regelmäßig interdisziplinär in der Arbeitsgemeinschaft für Dysphagie(link is external)  im Klinikum rechts der Isar erörtert.

Die Untersuchungen und Operationen werden von ihrer Krankenkasse gezahlt. Zuzahlungen sind nicht notwendig.

Eine Begleitung der Patienten durch die behandelnden Logopäden ist möglich.

Zuständige Sektionsleiter

Dr. med.
Simone Graf